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Wilhelm Schüßler und seine biochemischen Arzneimittel

Im Jahr 1874 veröffentlichte Wilhelm Heinrich Schüßler erstmals seine „Abgekürzte Therapie“ als eigene Schrift. Vor seinem Tod 1898 redigierte er die 25. Auflage des Werkes. Die von Schüßler begründete Biochemie und die nach ihm benannten „Schüßler-Salze“ erfreuen sich auch heute einer großen Beliebtheit.
Das Projekt knüpft an die 2015 abgeschlossene Arbeit zur Selbstmedikation mit Schüßler-Salzen an. Die umfangreichen Materialien, die aus zahlreichen Archiven und Bibliotheken, unter anderem in Oldenburg und Leipzig, zusammengetragen wurden, sollen nun für eine Publikation ausgewertet und aufbereitet werden. Im Mittelpunkt stehen die von Schüßler als Medikamente verwendeten zwölf Salze, besonders deren Herstellung, Verkauf und Verbreitung.
Während der Entwicklung seiner biochemischen Heilmethode verwendete Schüßler unterschiedliche Potenzen und machte bezüglich der Einnahme verschiedene Aussagen. Seit 1892 empfahl er ausschließlich die heute zum Standard gewordenen Potenzen D 6 und D 12. Die Bezugsquellen Schüßlers – Albert Marggraf in Leipzig und die Apotheken Zahn und Seeger in Stuttgart sowie Virgil Mayer in Bad Cannstatt - und weitere Hersteller der „Schüßler-Salze“ werden ebenso betrachtet. Dabei konkurrierten 1905 etwa sieben große Apotheken um einen erfolgreichen Absatz der freiverkäuflichen Arzneimittel. Zahlreiche kleinere Apotheken und Fabriken entstanden ab 1920. Diese und weitere Ergebnisse sollen in der für 2019 geplanten Publikation dargestellt werden.

Bearbeiterin Dr. phil. Marion Baschin