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Gustav Jäger und die Homöopathie

(Bearbeiter: Dr. Daniel Walther)

Die wenigen, denen Gustav Jäger (1832-1917) heutzutage bekannt ist, bringen mit dem Namen die Bemühungen Jägers um eine gesundheitsfördernde Bekleidung in Verbindung. Unter dem Namen „Normalkleidung“ vermarktete er ab 1880 aus tierischer Wolle gefertigte Textilien, die dem Körper bei der Ausscheidung sogenannter Krankheitsstoffe und der Wärmeregulierung helfen und ihn abhärten sollten. Gänzlich in Vergessenheit geraten sind dagegen Jägers Verdienste um die Homöopathie. Er war überzeugt, mit Hilfe der von ihm entwickelten Neuralanalyse sowie des physiologischen Antagonismus die Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln nachweisen zu können.
Das Projekt geht den beiden Fragen nach, warum sich Jäger – eigentlich Zoologe, später kommerziell erfolgreicher Lebensreformer – überhaupt mit der Homöopathie beschäftigte und wie die Homöopathen seinerzeit auf seine Entdeckungen reagierten. Aufschluss sollen darüber die Periodika „Homöopathische Monatsblätter“, „Leipziger Populäre Zeitschrift für Homöopathie“ und „Allgemeine Homöopathische Zeitung“ im Zeitraum von 1879 bis 1917 geben. Zusätzlich werden zwei Schriften Jägers über die Homöopathie ausgewertet und die von ihm herausgegebene „Zeitschrift für Gesundheitspflege und Lebenslehre“ durchgesehen.

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