Sitemap Kontakt Impressum / Datenschutz

Gesundheit und Krankheit erwerbstätiger Frauen in Deutschland im 20. Jahr-hundert

(Bearbeiterin: Bianca Morlock, M. A.)

Ziel dieses Promotionsvorhabens ist es, einen Beitrag zum Verständnis der Gesundheitsverhältnisse erwerbstätiger Frauen in Deutschland im Verlauf des 20. Jahrhunderts zu leisten. Bedingt durch die mit der Industrialisierung ab Ende des 19. Jahrhunderts einhergehenden tiefgreifenden sozialen Strukturveränderungen wandelte sich die Frauenerwerbstätigkeit in Deutschland grundlegend. So betrug die Frauenerwerbsquote bereits 1907 rund 30 Prozent – ein Anteil, der sich mit Ausnahme der Kriegszeiten bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hielt. Untersucht werden sollen u. a. die gesundheitserhaltenden Aktivitäten von erwerbstätigen Frauen, aber auch die Flankierung durch Maßnahmen von Seiten der Arbeitgeber und des Staates. Die Frage „Was macht(e) Frauen krank?“ sowie die weiterführende Frage, wie zeitgenössisch damit umgegangen wurde, sind leitend. Im Fokus stehen dabei Arbeiterinnen im Industriesektor und die im Büro arbeitenden weiblichen Angestellten. Da diese Frauengruppen mit ungleichen physischen und psychischen Belastungen konfrontiert waren, welche sich verschieden auf ihre Gesundheit auswirkten, wird eine Trennung nach Erwerbsarten angestrebt, um im Verlauf der Untersuchung mit Hilfe von Vergleichen die Aussagekraft der Analyse zu erhöhen. Die Recherche der dafür notwendigen Quellengattungen, beispielsweise in Unternehmensarchiven, hat erste Hinweise ergeben, muss aber noch ausgeweitet werden. Dazu kommen gedruckte Quellen, wie Zeitschriften unterschiedlicher Disziplinen (Beispiel Arbeitsmedizin) und Institutionen (z. B. Krankenkassen, Mitarbeiterzeitungen).

Kontakt