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Eltern, Kinder und Jugendliche als Adressaten von geschlechtsspezifischer Gesundheitsaufklärung und Prävention von ca. 1900 bis 2000

(Bearbeiterin: Dr. Kristina Matron)

In diesem im August 2017 begonnenen Projekt steht die Auswertung von Ratgeberliteratur, die sich an Eltern, Kinder und Jugendliche wandte und auf deren Gesundheitsverhalten zielte, im Mittelpunkt. Zunächst wurden über 250 Ratgeber in eine Datenbank eingegeben, um sie nach Autorenschaft, Zielgruppe und Themenfeldern ordnen zu können. Einige dieser Ratgeber werden nun genauer analysiert; der Schwerpunkt liegt hier auf Ratgebern und Büchern, die in der Bundesrepublik Deutschland erschienen und breiter rezipiert worden sind. Das Projekt wird die Themenfelder Gesundheit und Prävention in den Bereichen Sexualität und Entwicklung, Drogen, Ernährung und Bewegung, Verhalten und Familienleben genauer in den Blick nehmen.
Erste Ergebnisse zeigen, dass es sowohl bei der Adressierung als auch bei den Inhalten eine geschlechtsspezifische Komponente gab. Mütter oder Mädchen wurden häufiger angesprochen als Väter oder Jungen. In einigen Themenfeldern wie dem Bereich Drogen hingegen erfolgte eine geschlechtsspezifische Ansprache erst in allerjüngster Vergangenheit. Unterschiede von Mädchen und Jungen im Kinder- und Jugendalter wurden behauptet. Diese Differenzfeststellungen nahmen in den 1970er Jahren, beeinflusst von der Frauenemanzipationsbewegung, zunächst ab, in jüngerer Vergangenheit jedoch wieder zu und stützten sich zum Teil auf Begründungen aus der Hirnforschung. 2018 sollen die Ergebnisse des Projektes in einem Aufsatz dargestellt werden.

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